
Auf dem Gelände der ehemaligen Brandruine Marktstraße 24 entsteht ab August eine temporäre öffentliche Fläche mit Sitzgelegenheiten, Bepflanzung und großformatigen Wandbildern. Die Fläche soll etwa zwei Jahre als Aufenthaltsort dienen und Platz für kleinere Veranstaltungen bieten. Eigentümerin des Areals ist die gewobau, die die Gestaltung unterstützt; die Stadt hat für die Zwischennutzung einen Pachtvertrag abgeschlossen.
Künstlerische Gestaltung
Die Fassaden sind bereits mit großformatigen Graffiti bemalt. Das erste Motiv schuf Oliver Pusch vom Kollektiv Blazin Vibes im Mai an der Giebelseite der Marktstraße 26: ein Pandabär zwischen Zitronenbäumchen und Bambus. Im Juni und Juli folgten Arbeiten eines internationalen Teams aus Brasilien, Kolumbien, Venezuela sowie Künstlerinnen und Künstlern aus dem Rhein Main Gebiet und Rüsselsheim. Die Aktion schloss an das Graffiti-Event Meeting of Styles in Mainz-Kastel an. Die gewobau hat das Sponsoring für die Wandgestaltungen übernommen.
Nutzung und Ausstattung
Die Möblierung wurde Ende Juni bestellt. Ab August sollen Pflanzkübel, Sitzbänke und eine erhöhte Fläche für kleinere Veranstaltungen installiert werden. Die Fläche wird bewusst als Ort ohne Konsumaufforderung angelegt, um zum Verweilen, Gespräch oder Spiel einzuladen. Ein noch unbemalter Bereich soll künftig ein weiteres Bild erhalten.
Als Arbeitstitel trägt das Projekt Orangerie. Die Leitfarbe Orange soll sich in den Sitzmöbeln wiederfinden und als visuelle Klammer für Sichtbarkeit und Gemeinschaft dienen. Weitere nutzungsorientierte Gestaltungsverse sind in Planung und hängen von der Einwerbung zusätzlicher Fördermittel ab.
Stadtentwicklung und Klimaanpassung
Die freie Fläche Marktstraße 24 und das benachbarte Gebäude Marktstraße 26 sind inzwischen im Besitz der gewobau, die ab 2028 eine gemeinsame bauliche Entwicklung beider Flächen plant. Bis dahin kann die Stadt die Fläche als temporäre Ergänzung des innerstädtischen Lebens nutzen. Zudem dient das Areal als Testfeld für hitzereduzierende Maßnahmen durch Schatten und Begrünung und soll Anregungen für nachhaltige Stadtentwicklung liefern.
Quelle anzeigen

