Wiesbaden fördert psychosoziale Beratung in Gebärdensprache mit Gesundheitspreis

Wiesbaden fördert psychosoziale Beratung in Gebärdensprache mit Gesundheitspreis
Wiesbaden fördert psychosoziale Beratung in Gebärdensprache mit Gesundheitspreis | Bild: Stadt Wiesbaden

Am Montag, 8. Dezember, hat die Stiftung Gesundheitsstadt Wiesbaden ihr 25 Jahre Bestehen gefeiert und in diesem Rahmen den mit 25.000 Euro dotierten Wiesbadener Gesundheitspreis verliehen. Ausgezeichnet wurde die Hand und Ohr gGmbH für den Aufbau einer psychosozialen Beratungsstelle, die gehörlose und hörbehinderte Menschen in Wiesbaden in Gebärdensprache niedrigschwellig unterstützt.

Preisgelder für Zugang in Gebärdensprache

Die neue Beratungsstelle richtet sich gezielt an Menschen, die wegen fehlender barrierefreier Angebote und Kommunikationshürden bislang nur schwer Zugang zu psychosozialen Hilfen finden. Laut Juryangaben sollen durch das Angebot Stress und Isolation vermindert und der Zugang zu unterstützenden Strukturen erleichtert werden. Der Preisbetrag in Höhe von 25.000 Euro dient der Verstetigung und dem Ausbau der Arbeit. Den Preis nahm Hans Beilborn von der Hand und Ohr gGmbH entgegen.

Jubiläum der Stiftung und politische Würdigung

Bei der Veranstaltung im Rathaus betonten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt die Bedeutung von Projekten, die Teilhabe und Chancengleichheit fördern. Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke hob hervor, dass das Projekt Inklusion praktisch umsetzt und zeigt, wie moderne psychosoziale Versorgung zugänglich und bedarfsgerecht organisiert werden kann. Oberbürgermeister Gert Uwe Mende gratulierte der Stiftung zum Jubiläum und würdigte das 25 Jahre lange Engagement.

Stiftung, Verwaltung und Förderauftrag

Die Stiftung Gesundheitsstadt Wiesbaden wurde im Jahr 2000 gegründet und wird treuhänderisch von der städtischen EGW Gesellschaft für ein gesundes Wiesbaden verwaltet. Zweck der Stiftung ist unter anderem die Unterstützung der öffentlichen Gesundheitspflege, präventiver Gesundheitsinitiativen und der Gesundheitswissenschaft in der Landeshauptstadt. Bei der diesjährigen Vergabe spiegelte sich mit zahlreichen Bewerbungen die ganze Bandbreite kommunaler Gesundheitsarbeit wider. Eingereichte Projekte reichten von digitalen Innovationen über Maßnahmen zur Stärkung psychischer Gesundheit bis zu Bildungs und Präventionsangeboten für verschiedene Zielgruppen.

Bei der Scheckübergabe im Rathaus Festsaal waren neben dem Preisträger unter anderem Stiftungsratsvorsitzender Reinhard Claus, Oberbürgermeister Gert Uwe Mende, Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke, Stiftungsvorständin Angela Tausendpfund und Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Obermayr anwesend.

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